Seit geraumer Zeit hat die Autobahngesellschaft beträchtliche Arbeitskräfte und finanzielle Mittel aufgewendet, um die eigenen Raststätten aufzuwerten, denn die Raststätten sind eine unmittelbare und wichtige Visitenkarte der Leistungen des Konzessionsinhabers der Autobahn.
Im Lauf der Jahre verzeichneten die Raststätten eine ständig wachsende Anzahl an Benutzern, deren Bedürfnisse in Bezug auf die Qualität, Quantität und Vielfalt der verlangten Güter und Leistungen immer ausgefallener und differenzierter wurden. Aus diesem Grund ist die Anpassung der Infrastrukturen und Leistungen für die Abdeckung dieser zusätzlichen Nachfrage von grundlegender Priorität.
Nachdem man sich Ende 2006 nach Ablauf der 30-jährigen Konzessionen für eine direkte Verwaltung der Außenanlagen und der Sanitäranlagen der Raststätten entschieden hatte, sorgte die Autobahngesellschaft für sofortige Eingriffe, wie zum Beispiel die Modernisierung der Sanitäranlagen, dort wo es erforderlich war, die Aufwertung der Grünbereiche, die Instandsetzung von Asphalt und Straßenmarkierung sowie Zu- und Ausfahrtsspuren.
Für die Zukunft arbeitet nun die Gesellschaft an ehrgeizigen Projekten für die Erweiterung, Umstrukturierung und Aufwertung der eigenen Raststätten. In diesem Zusammenhang ist unter anderem die Abtrennung der Verkehrswege nach Benutzertyp, die Erweiterung der Parkplatzflächen, die Installation von Internet-Points, die Errichtung spezifischer Bereiche, wie solche für Wohnmobile und eingerichtete Grünzonen vorgesehen.
Die Prinzipien, nach denen sich die Gesellschaft bei der Umstrukturierung und Aufwertung der eigenen Raststätten richtet, sind von einem Ansatz geprägt, der technische, funktionale und kommerzielle Erfordernisse, aber auch die Charakteristika des Gebiets berücksichtigt.
Bereits in der Bauzeit waren die Zweckmäßigkeit der neuen Autobahnader und die ästhetische Wertigkeit hinsichtlich des durchquerten Gebietes die Grundsätze, die das ehrgeizige Infrastrukturprojekt beeinflusst haben.
In jüngster Zeit hat der Wunsch die Gebiete, die von der Brennerautobahn durchquert werden erheblich aufzuwerten die Gesellschaft dazu veranlasst, Projekte, wie zum Beispiel die neue Raststätte Paganella Ost zu fördern, wo zwei pyramidenförmige Strukturen, die mit lokalen Materialien gebaut wurden, den Zweck haben Berggipfeln, also die typische Landschaft des nördlichen Streckenverlaufs der A22 darzustellen und die Kenntnis über die Landschaft und Kultur des Gebietes zu fördern.
In ihrem Bestreben eine umweltbewusste Politik zu verfolgen und die Energiequellen rational zu nutzen, führte die Gesellschaft bei den eigenen Raststätten ein Mülltrennungssystem ein und erarbeitete einen Entwicklungsplan für die Abgabe von Erdgas und Flüssiggas.
Die Gesellschaft schaut auch in die Zukunft, indem sie Versuchsprojekte für die Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff für Kraftfahrzeuge entlang des eigenen Autobahnabschnitts fördert.
Die oftmalige Unkenntlichkeit in Form und Typ und nicht vorhandene Zusatzleistungen bei vielen italienischen und europäischen Raststätten haben dazu beigetragen, die Autobahn und ihre dazugehörigen Bereiche zu den „Nicht-Orten" der Modernität (Marc Augé) einzureihen.
Im Bestreben den eigenen Raststätten neben einem neuen Gewand eine neue Wertigkeit zu verleihen, verfolgt die Gesellschaft das Ziel „Orte” zu schaffen, die in enger Beziehung zum Gebiet stehen, in dem sie liegen, wo jeder Reisende alles das finden kann, was seinen Aufenthalt angenehm und fruchtbringend macht.